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 |  | | Gewerkschaftliche Bildungsarbeit |  |  | Momentan befindet sich die Bildungsarbeit der IG Metall in einer Debatte um ihre Zukunft. Im Mittelpunkt dieser Debatte stehen das Ringen um die Analyse und Bewertung gesellschaftlicher Zusammenhänge und die Formulierung politischer Ziele. Es geht also um nichts weniger als um die Funktionsbestimmung von Gewerkschaften und um das, was Bildungsarbeit dafür zu leisten vermag.
Welche Aufgabe hat nun also gewerkschaftliche Bildungsarbeit?
Gewerkschaftliche Bildungsarbeit hat zunächst eine Aufgabe, die auf die Organisation bezogen ist. Sie macht Gewerkschaft erfahrbar, führt an die Organisation heran und entfaltet Bindekraft. Sie ist ein wichtiger Ort gewerkschaftlicher Öffentlichkeit.
Darüber hinaus muss sie allerdings auch sinnstiftend wirken, muss Zusammenhänge herstellen sowie zum Handeln befähigen und animieren. Sie muss Räume für die individuelle und kollektive Wahrnehmung gesellschaftlicher, ökonomischer, ökologischer und sozialer Zusammenhänge und Problemlagen öffnen und Debatten möglich machen. Sie muss jedoch nicht zuletzt Orientierungshilfe bieten.
Dies alles gerät allzu leicht in Vergessenheit. In Zeiten, in denen kurzfristiges Profitdenken, die scheinbare Alternativlosigkeit zur bedingungslosen Anpassung an vermeintliche oder reale (Welt-)Marktzwänge und der Kahlschlag der sozialen Sicherungssysteme auf der Tagesordnung stehen, ist gewerkschaftliche Bildungsarbeit besonders gefordert. Gerade an der Bearbeitung und Handhabung dieser Themen muss sich das Besondere und die Qualität gewerkschaftlicher Bildungsarbeit beweisen.
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DRUCKAUSGABE
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